Hohenfuhrstr. 2, 42477 Radevormwald

In jedem Lebensabschnitt einer Frau kann es zu Krankheiten kommen, die mit einer regelmäßigen gynäkologischen Vorsorge vermieden oder rechtzeitig erkannt werden können. Daher sollten Sie mindestens einmal im Jahr zur Vorsorgeuntersuchung gehen.

Jeder Frau steht ab dem 20. Lebensjahr jährlich eine Krebsvorsorge-Untersuchung zu. Die Untersuchung ist in unterschiedliche Altersklassen unterteilt.


Übersicht der jährlichen, von Ihrer gesetzlichen Krankenkassen übernommenen Routineuntersuchungen:

Ab Beginn der Verhütungsphase
  • Ausführliches Gespräch
  • Gynäkologische Untersuchung
  • Zellabsprich von Gebärmutterhals (Pap-Abstrich)
  • Clamydienabstrich (1x jährlich bis zum 25. Lebensjahr)
  • HPV-Impfung (bis zum vollendeten 17. Lebensjahr)
  • Übernahme der Kosten bezüglich Verhütung - inkl. Pille (bis zum vollendeten 19. Lebensjahr)
  • Überprüfung des Impfstatus
Ab dem 20. Lebensjahr
  • Ausführliches Gespräch
  • Gynäkologische Untersuchung
  • Clamydienabstrich (1x jährlich bis zum 25. Lebensjahr)
  • Zellabsprich von Gebärmutterhals (Pap-Abstrich)
  • Blutdruckkontrolle
  • Überprüfung des Impfstatus
Ab dem 30. Lebensjahr zusätzlich
  • Tastuntersuchung der Brust sowie deren Lymphabflussgebiete
Ab dem 50. Lebensjahr zusätzlich
  • Tastuntersuchung des Darm- bzw. Rectum
  • Immunologischer Stuhltest (iFOBT) zur Früherkennung von Darmkrebs
Ab dem 50. Lebensjahr steigt das Risiko für diese Erkrankung deutlich an.
Ab dem 55. Lebensjahr zusätzlich
  • Darmspiegelung (alle zehn Jahre bis zum Alter von 74 Jahren)
oder:
  • Standard-Stuhltest auf Blut im Stuhl (alle zwei Jahre bis zum Alter von 69 Jahren)
Vom 50. bis 69. Lebensjahr
  • erhalten Sie zudem alle zwei Jahre eine persönliche Einladung von einem Röntgeninstitut zum Mammographie-Screening.

Der medizinische Fortschritt ermöglicht es uns heute, Krankheiten wesentlich früher zu entdecken und damit effektiver und schonender zu behandeln. Es gibt eine Vielzahl von empfehlenswerten Untersuchungen in der Vorsorge, die zwar Ihre Sicherheit deutlich erhöhen, aber nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung gehören.

Bei den individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) handelt es sich um Leistungen, die dennoch von Patientinnen nachgefragt werden, ärztlich empfehlenswert oder aufgrund des Patientinnenwunsches ärztlich vertretbar sind. Diese Leistungen können Sie privat in Anspruch nehmen.

Gerne wählen wir gemeinsam mit Ihnen ein auf Ihre persönlichen Bedürfnisse abgestimmtes, sinnvolles Vorsorge-Programm aus.

Wir garantieren Ihnen fachärztliche Qualität und modernste Technik.

discovering hands® – Mit den Händen sehen

Taktile Tastdiagnostik durch unsere sehbehinderte MTU – eine innovative Methode zur Brustkrebs-Früherkennung. Empfehlenswert ist mindestens eine MTU-Untersuchung im Jahr für Frauen ab etwa 18 Jahren. Derzeit übernehmen bereits 26 gesetzliche (und alle privaten) Krankenkassen die Kosten der Untersuchung (Anzahl steigend) – Nachfragen lohnt sich!

Individuelle Leistungen in der Vorsorge

  1. Thin Prep (Dünnschichtzytologie):
    Durch einen verbesserten Abstrich vom Gebärmutterhals und des Muttermunds können wir den Gebärmutterhalskrebs frühzeitig diagnostizieren. Der Thin Prep ist deutlich genauer als der PAP-Abstrich, der von der Krankenkasse übernommen wird. Diese Untersuchung sollte einmal jährlich durchgeführt werden.
  2. Vaginalultraschall:
    Der Vaginalultraschall ist die wichtigste Untersuchung zur Früherkennung von Veränderungen der inneren Geschlechtsorgane (Gebärmutter und Eierstöcke). Es ist eine Vorsorgeuntersuchung und sollte nicht erst bei Beschwerden durchgeführt werden. Diese Untersuchung sollte einmal jährlich durchgeführt werden.
  3. Brustultraschall:
    Die Untersuchung der Brust mit Ultraschall ist strahlen- und schmerzfrei.
    Sie ersetzt nicht die Mammographie. Diese Untersuchung sollte einmal jährlich durchgeführt werden.
  4. Immunologischer Stuhltest iFOBT:
    Mit Hilfe des neuen "immunologischen fäkalen Okkultbluttes (iFOBT)" lässt sich selbst nicht sichtbares ("okkultes") Blut im Stuhl mit einer recht hohen Genauigkeit und Sicherheit nachweisen und dient zur frühen Erkennung von Darmkrebs. Blut im Stuhl ist ein erstes Anzeichen für eine mögliche Darmkrebs-Erkrankung. Es reichen bereits zwei Proben von einem Stuhlgang aus um den Test durchzuführen. Die erforderlichen Röhrchen erhalten Sie in unserer Praxis.
  5. Blasenkrebsfrüherkennung:
    Der NMP22-Urintest wurde zur besseren Früherkennung entwickelt und weist in der Urinprobe eine Substanz nach, die vor allem von bösartigen Blasentumoren gebildet wird. Das Ergebnis wird sofort in unserer Praxis ausgewertet.
  6. HPV-Test:
    Humane Papilloviren (HPV) gehört zu den Hauptverursachern von Gebärmutterhalskrebs und werden sexuell übertragen. Gibt es bei einigen Infektionen überhaupt keine Krankheitserscheinungen, tragen einige Typen der Viren zur Entstehung von Gebärmutterhalskrebs in entscheidendem Maße bei. Mit dem HPV-Test nehmen wir einen Abstrich aus dem Gebärmutterhals und werten ihn mit DNA-Technologie aus. So können wir schon vor Zellveränderungen HPV diagnostizieren und eingreifen.
  7. Chlamydien-Abstrich:
    Die Infektion mit Chlamydien ist eine häufige Infektion im Genitalbereich, welche oft zur Sterilität oder schmerzhaften Verwachsungen im Bauch führen kann. Die Therapie besteht aus Antibiotika.
  8. Hormonspiegel:
    Die wichtigsten Hormone im Überblick:
    Östrogene, Progesteron, Gestagene, Androgene, Testosteron, GnRH, FSH (Follikel-stimulierendes Hormon), LH (Luteinisierendes Hormon)
    "Warum bestimmt man Hormone?" Hier einige Beispiele:

    • Funktionsstörung der Eierstöcke
    • Unerfüllter Kinderwunsch
    • Klimakterium (Menopause)
    • Bestimmung des Eisprungs
    • Frühzeitig einsetzende Pubertät (Pubertas praecox)